01-06-2007, 09:15 AM
Hallo,
heute habe ich einen halbwegs interessanten Spiegelartikel gelesen, wo mehr oder weniger die Wichtigkeit unserer Arbeit hervorgehoben wird:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,485866,00.html
"Begriffe, die das Göttliche beschreiben, sind in der Regel für Marketingzwecke tabu und eignen sich in keiner Weise für so profane Dinge wie Pizza", mahnt Prof. Dr. Alois Moosmüller, Leiter des Instituts für Interkulturelle Kommunikation an der Uni München. Der Ethnologe kann die Reaktion der bestürzten Kunden gut nachvollziehen. Dass Produkt- und Markennamen in fremdländischen Kulturkreisen oft scheitern oder gar als Beleidigung empfunden werden, ist keine Seltenheit.
"Unternehmen investieren häufig nicht in interkulturelle Sprach-Beratung", weiß die Essener Werbetext-Übersetzerin Nadine Dönike. "Namens-Erfinder, die sich trendige Produktnamen überlegen, wollen die Neugier bei den Kunden wecken und an deren Gefühle appellieren."
Oft aber erzielen die Produktnamen in einer anderen Kultur überhaupt nicht den gewünschten Effekt, so Dönike, die ihre Diplomarbeit über kulturelle und sprachliche Unterschiede internationaler Werbung schrieb. "Dann geht der Schuss nach hinten los." Spontan fällt der Sprachexpertin das Beispiel des Waschmittels "Persil" ein. Das Produkt des Düsseldorfer Henkel-Konzerns löste bei den Franzosen Verwunderung aus, da sie mit "Persil" auch Petersilie bezeichnen. Heute steht das Waschmittel in Frankreich unter dem Markennamen "Le Chat" in den Supermarktregalen.
Auch der legendäre US-Kleinwagen Ford Pinto, der bis 1980 gebaut wurde, erlebte außerhalb des amerikanischen Sprachraums einen Flop: Auf Spanisch bedeutet "Pinto" wahlweise "schlauer Bandit", "Feigling", "Betrunkener" oder manchmal auch einfach nur "kleiner Penis"."
Da erinnere ich mich doch gleich an den berühmten Toyota Pajero, der für alle spanischsprachigen Länder im nachhinein umgetauft wurde.... ja ja!
Grüße,
Maribel
heute habe ich einen halbwegs interessanten Spiegelartikel gelesen, wo mehr oder weniger die Wichtigkeit unserer Arbeit hervorgehoben wird:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,485866,00.html
"Begriffe, die das Göttliche beschreiben, sind in der Regel für Marketingzwecke tabu und eignen sich in keiner Weise für so profane Dinge wie Pizza", mahnt Prof. Dr. Alois Moosmüller, Leiter des Instituts für Interkulturelle Kommunikation an der Uni München. Der Ethnologe kann die Reaktion der bestürzten Kunden gut nachvollziehen. Dass Produkt- und Markennamen in fremdländischen Kulturkreisen oft scheitern oder gar als Beleidigung empfunden werden, ist keine Seltenheit.
"Unternehmen investieren häufig nicht in interkulturelle Sprach-Beratung", weiß die Essener Werbetext-Übersetzerin Nadine Dönike. "Namens-Erfinder, die sich trendige Produktnamen überlegen, wollen die Neugier bei den Kunden wecken und an deren Gefühle appellieren."
Oft aber erzielen die Produktnamen in einer anderen Kultur überhaupt nicht den gewünschten Effekt, so Dönike, die ihre Diplomarbeit über kulturelle und sprachliche Unterschiede internationaler Werbung schrieb. "Dann geht der Schuss nach hinten los." Spontan fällt der Sprachexpertin das Beispiel des Waschmittels "Persil" ein. Das Produkt des Düsseldorfer Henkel-Konzerns löste bei den Franzosen Verwunderung aus, da sie mit "Persil" auch Petersilie bezeichnen. Heute steht das Waschmittel in Frankreich unter dem Markennamen "Le Chat" in den Supermarktregalen.
Auch der legendäre US-Kleinwagen Ford Pinto, der bis 1980 gebaut wurde, erlebte außerhalb des amerikanischen Sprachraums einen Flop: Auf Spanisch bedeutet "Pinto" wahlweise "schlauer Bandit", "Feigling", "Betrunkener" oder manchmal auch einfach nur "kleiner Penis"."
Da erinnere ich mich doch gleich an den berühmten Toyota Pajero, der für alle spanischsprachigen Länder im nachhinein umgetauft wurde.... ja ja!
Grüße,
Maribel